fbpx

All Posts by Susann Fackler

9. Geburtstag mit Schnitzeljagd, Pizza und Schlittschuhlaufen

In diesem Beitrag erfährst du, wie wir unsere letzte Geburtstagsfeier mit Schnitzeljagd und Schlittschuhlaufen geplant und umgesetzt haben.

Ca. 8 Wochen vor der Party

„Moritz, wie willst Du dieses Jahr Deinen Geburtstag feiern?“ - „Ich möchte zum Eislaufen gehen.“ Alles klar, Eishockey-Moritz bleibt seinen Schlittschuhen treu. Moritz wird 9, aus dem Mottogeburtstagsalter ist er raus, jetzt kommen die Ausflüge an die Reihe. Trotzdem, nur 2 Stunden öffentlicher Lauf mit Freunden ist ja eigentlich keine richtige Geburtstagsfeier, zumindest fühlt es sich für uns nicht so an. Da fehlt doch noch etwas.

„Moritz, wie wäre es, wenn wir vor dem Eislaufen eine Schnitzeljagd machen?“ - „Ok!“

So, das wäre also geklärt.

Ca. 7 Wochen vor der Party

„Moritz, wen willst Du eigentlich zu Deinem Geburtstag einladen?“ - „Tim, Tom, Ludwig und Paul.“ Aha. „Und was ist mit Deinen anderen Freunden?“ - „Die können nicht gescheit Schlittschuhlaufen.“ Oje. „Naja, aber Du spielst doch auch oft mit Leon und Max?“ - „Trotzdem“. Na gut, dann machen wir es eben so. Hoffentlich haben dann auch alle Zeit.

4-5 Wochen vor der Party

Die Feier kann am 8.12. oder am 15.12. stattfinden. Bei so wenigen Gästen macht es tatsächlich Sinn, kurz mal bei den Eltern nachzufragen, welcher Termin besser passt. Also, WhatsApp bemüht und nachgefragt. Natürlich kann immer mindestens einer nicht. Aber der 8.12. kristallisiert sich als der bessere Termin heraus. 3 Gäste können kommen. Hoffentlich wird keiner krank.

Der kleine Bruder kann nicht Eislaufen und schafft den weiten Schnitzeljagd-Weg auch nicht. Also, fragen wir bei Oma und Opa nach, ob der Kleine am 8.12. bei ihnen sein kann. Super, das geht. Eine Sorge weniger.

3 Wochen vor der Party

Nochmal über die Schnitzeljagd nachgedacht: Zu kurz sollte sie nicht sein. Zu lang ist auch blöd, außerdem kann es sehr kalt werden. Wie wäre es mit einer Zwischenstation in der Pizzeria zum Aufwärmen? Dann hätten wir ca. 30 Minuten spannenden Weg vorneweg und dann nochmal 20 Minuten bis zum Eisstadion. Alles am Bach entlang, weg von der Straße. Mit Oma und Opa wird noch kurz der Transfer der Eislaufsachen abgeklärt, weil die Schnitzeljagd-Route kein Rundweg ist.

Das Eisstadion öffnet um 14:00. Mit den Kindern werden wir bestimmt nicht länger als 30 Minuten in der Pizzeria sein. Treffen um 12:30 am Ausgangspunkt erscheint uns daher die passende Uhrzeit zu sein. So sollte es dann auch in der Einladung stehen.

2 Wochen vor der Party

Moritz wollte gerne einen Eisläufer als Motiv für seine Einladungskarten. Kein Problem, eine entsprechende Zeichnung lässt sich leicht im Internet finden. Der Eisläufer bekommt noch eine Schatzkarte und fertig ist er. Naja, fast. Moritz malt ihn noch schön aus, dann können wir das Bild 3 x in Farbe kopieren. Die fertigen Bilder schmücken jetzt die Vorderseite der Karten. Auf der Innenseite steht sehr viel Text. Den von Moritz selbst geschriebenen Text kopieren wir auch 3x in Farbe und kleben ihn in die Karten. Moritz setzt noch überall den Empfängernamen dazu und unterschreibt. Fertig.

In den Einladungen steht jetzt, wann wir uns wo treffen, wann die Kinder wo abgeholt werden sollen und dass sie ihre Schlittschuhe, eine Schneehose und einen Helm mitbringen sollen. Dass wir Pizza essen gehen und sie sich warm anziehen sollen, haben wir zur Sicherheit auch in die Karten geschrieben. Jetzt können die Einladungen verteilt werden.

1 Woche vor der Party

Mein Mann und ich gehen die Route ab und  wir überlegen uns, welche Orte wir als Verstecke für die Hinweise und Mitgebsel nutzen könnten. Von den Stellen machen wir Fotos. Beim Sofort-Service sind die Bilder schnell entwickelt. Am Abend klicken wir uns Mitgebsel im Internet zusammen, die den Jungs gefallen könnten. Am nächsten Tag werden noch ein paar Süßigkeiten gekauft und schon haben wir alles zusammen. Damit die vier „Schnitzeljäger“ etwas zum Verstauen ihrer Fundstücke haben, werden vier wasserfeste Tragetaschen im Supermarkt besorgt.

2 Tage vorher

Heute habe ich die Mitgebsel und Süßigkeiten in zwölf kleinen Päckchen – für zwölf Stationen - wasserfest verpackt. Ein paar Hinweisfotos habe ich durch Rätsel ersetzt, damit ein wenig Abwechslung dabei ist. Kochen und Backen muss ich diesmal nichts. Das ist ja sehr entspannt.

1 Tag vorher

Wir treffen die letzten Vorbereitungen. Mein Mann packt seinen Rucksack. Er wird vorausgehen, um die Hinweise und Mitgebsel zu verstecken. Über unsere Handies können wir in Kontakt bleiben.

Am Tag der Party

Dieses Mal sind wir überhaupt nicht aufgeregt. Wir hoffen nur, dass das Wetter mitspielt. Es ist Sturm angesagt. Etwa 45 Minuten vor dem Treffen fahre ich unser Auto zum Parkplatz des Eisstadions. Moritz‘ Eislaufsachen habe ich im Kofferraum dabei. Alle läuft wie besprochen und so kommen wir kurz nach 12:00 am Treffpunkt an. Während mein Mann schon einmal losgeht um die Fährte zu legen, warten wir übrigen auf unsere Gäste. Die lassen nicht lange auf sich warten. Überpünktlich treffen alle ein. Die Eislaufsachen der Jungs nimmt Moritz' Opa mit und packt sie am Eisstadion in unser Auto um.

Es geht los. Nachdem ich den Jungs unsere Schnitzeljagd erklärt habe, sind sie auch schon unterwegs. Eigentlich läuft trotz Kälte und Wind alles gut. Nur brauchen die Jungs viel länger als gedacht, so dass wir erst nach einer Stunde in der Pizzeria sitzen. Ein Blick auf die Uhr zeigt den Kindern, dass das Eisstadion gleich öffnet. Dass sie zu Fuß dorthin gehen müssen, finden sie deshalb nicht so prickelnd. Zum Glück geht diese Erkenntnis beim Ausprobieren ihrer Mitgebsel und beim Pizza-Essen unter. Nach der zweiten wesentlich kürzeren Etappe ziehen sich die vier dann auch schon im Eisstadion die Schlittschuhe an. Unser mitgebrachter Tee kommt in den kurzen Eislauf-Pausen gut an. Kurz bevor die Eisfläche geschlossen wird, sitzen die Jungs dann glücklich und ausgepowert in der Umkleide. Energie haben sie trotzdem noch. Kaum sind die Schuhe wieder an den Füßen, rennen sie auch schon auf‘s Fußballfeld, um sich dort weiter auszutoben. Wir lassen sie. Mit den Eltern ist das bereits telefonisch abgeklärt. Hauptsache, sie haben Spaß.

Schubkarren-Rennen

Jeweils zwei Kinder treten gegeneinander an. Zunächst werden die Start- und die Ziellinie festgelegt. Jeweils ein Kind ist dann die Schubkarre, das andere Kind hält die Füße der „Schubkarre“. Auf los geht‘s los! Das schnellere Schubkarren-Team gewinnt.

Holzbein-Rennen

Zunächst werden eine Start- und eine Ziellinie festgelegt. Dann finden sich die Kinder in Zweier-Teams zusammen. Die zwei Kinder aus einem Team stellen sich nebeneinander, die inneren Beine werden zusammengebunden. So müssen sie nun loslaufen, sobald das Startsignal ertönt.
Es können entweder alle Teams gleichzeitig gegeneinander antreten oder es rennen immer nur zwei Teams um die Wette. Es kann aber auch nur ein Team unterwegs sein, bei dem die Zeit gemessen wird. Das jeweils schnellste Team gewinnt.

Pirat, Pirat

Ein Geburtstagskind wird zum Piraten bestimmt. Die anderen Kinder stellen sich in etwa 10-15 Metern Entfernung gegenüber vom Piraten auf. Jetzt rufen die Kinder: „Pirat, Pirat, wie tief ist das Wasser?“ Der Pirat antwortet: „1000 Meter tief“. Dann fragen die Kinder: „Wie kommen wir da rüber?“ Und der Pirat antwortet z.B.: „Auf einem Bein hüpfend“ (oder „rückwärts gehend“ oder „kriechend“ oder was verspricht besonders lustig zu sein). Sowohl der Pirat als auch die Kinder wechseln nun auf die vorgegebene Weise die Seiten. Dabei versucht der Pirat, möglichst viele Kinder „einzufangen“, indem er sie berührt. Alle eingefangenen Kinder werden zu Piraten-Helfern und helfen in der nächsten Runde beim Kinder-Einfangen mit. Das Kind, das am Schluss übrig bleibt oder als Letztes „eingefangen“ wird, gewinnt und wird der neue Pirat.

>